Du stehst vor einer mündlichen Prüfung und weißt nicht genau, was wichtig ist?

Dann hilft dir dieser Artikel mit einer ganzen Reihe von Tipps und Tricks zur mündlichen Prüfung weiter, damit du weißt, was kurz vor der mündlichen Prüfung und während der Prüfung wirklich wichtig ist.

Was du kurz vor einer Prüfung dagegen nicht tun solltest, habe ich dir einmal hier zusammengestellt, außerdem ist es sehr hilfreich in der Vorbereitung effektive Lernphasen einzulegen und einmal 2 Stunden konzentriert zu lernen.

Um dir noch weiter zu helfen, findest du am Ende noch eine Methode, mit der du dir Auswege aus schwierigen Prüfungssituationen planen kannst.

 

Die mündliche Prüfungssituation.

Mündliche Prüfungen sind eine sehr beliebte Form Leistungen zu messen und in vielen Prüfungsordnungen fest vorgeschrieben.

Daher kommst du in der Regel kaum um sie herum.

Mit der Prüfung soll festgestellt werden, ob du den vermittelten Stoff gelernt hast und auch anwenden kannst, also die nötigen Kompetenzen besitzt.

Außerdem soll auch festgestellt werden, ob du bestimmte Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben hast, die dich zum Beispiel dazu befähigen mit einem Studium zu beginnen, mit dem Hauptstudium starten zu können oder einen bestimmten Beruf auszuüben.

Dabei kann eine mündliche Prüfung grundsätzlich zwei Formen annehmen.

Sie kann dialogisch sein, indem dir Fragen gestellt werden, die zu beantworten sind.

Im optimalen Fall entsteht daraus dann ein tatsächliches Prüfungsgespräch.

Oder die Prüfung ist monologisch, indem du dein Wissen einfach vorträgst und fertig.

 

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Was ist die größte Belastung einer mündlichen Prüfung?

Die größte Belastung, die dich vor einer Prüfung meistens erwartet ist deine Unsicherheit. Meistens wirst du dir Frage stellen, wie:

  • Bin ich gut vorbereitet?
  • Wie wird die Prüfung ablaufen?
  • Was werde ich abgefragt?
  • Und was für eine Note werde ich bekommen?

Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass ca. ¼ der Prüflinge unter Prüfungsangst leiden.

Die Prüfung an sich ist dabei aber im Nachhinein nicht das Problem gewesen, sondern nur die Unsicherheit vor der Prüfung

 

Die Vorteile einer mündlichen Prüfung

Mündliche Prüfungen bieten aber nicht nur Nachteile.

Sie haben für dich auch viele Vorteile, wie die Universität Mainz in einer Handreichung für Lehrende ausgeführt hat. 

Denn mündliche Prüfungen sind extrem flexibel, was den Prüfungsverlauf, die Themen und den Schwierigkeitsgrad der Prüfung betrifft, da du hier selbst steuern kannst.

Außerdem kannst du deine Denkprozesse offenlegen und zeigen, dass du zu einem Wissenstransfer in der Lage bist.

Das hat den Vorteil, dass du auch Mängel im Fachwissen ausgleichen kannst, indem du zeigst, dass du in deiner Disziplin richtige Überlegungen anstellen kannst.

 

Auch der Prüfer wird geprüft!

Denke aber daran, dass nicht nur du vor einer mündlichen Prüfung nervös sein kannst, sondern auch der Prüfer.

Denn es sind ja nicht nur der Prüfer und du, sondern auch noch andere Fachkollegen anwesend. Insofern steht auch das Wissen des Prüfers auf dem Prüfstand.

Auch er muss sein Fachwissen, seine Vorbereitung und die Prüfungsdurchführung nicht nur vor dir, sondern auch vor den Kollegen unter Beweis stellen.

Außerdem lassen schlechte mündliche Prüfungen mitunter auch Rückschlüsse auf die Lehre des Prüfers zu.

Ich habe etwa katastrophale mündliche Abiturprüfungen gesehen, die kein gutes Licht auf den Fachlehrer geworfen haben.

 

Mündliche Prüfung Tipps – Was kurz vor der Prüfung wichtig ist!

Kurz vor der Prüfung geht es eigentlich nur um formale Dinge, denn kurzfristig solltest du sowieso nichts mehr lernen. Am Tag der Prüfung solltest du einige Dinge aber sehr genau befolgen.

 

1. Achte auf deine Kleidung!

Diese Frage darfst du dir nicht nur als Frau stellen, sondern auch als Mann.

Achte darauf, dass du saubere Sachen trägst, die auch bequem sind und der Jahreszeit angemessen. Es bringst dir in den meisten Fällen nichts, bei 35°C im Schatten im Anzug zu kommen.

 

2. Prüfer sind immer subjektiv!

Denke immer daran das auch deine Prüfer Menschen sind, die die von Äußerlichkeiten in ihrer Bewertung beeinflusst werden. Lege daher auch Wert auf deine Frisur, die Fingernägel und Ähnliches.

In wieweit dein Prüfer aber tatsächlich Wert auf Äußerlichkeiten legt, lässt sich an seinem äußeren nicht ablesen.Lass dich davon also nicht blenden.

 

3. Kein Körpergeruch!

Komme zu einer mündlichen Prüfung immer geduscht. Parfümiere dich aber auch nicht so, als ob du 12 Stunden im Douglas gearbeitet hast.

 

4. Gib deinem Körper Energie!

Dein Gehirn verbraucht in Höchstleistung riesige Mengen an Energie.

Es macht nur ca. 2 % deines Körpergewichts aus, braucht aber bis zu 20 % deiner Energie. Denken ist daher eine besonders anspruchsvolle Tätigkeit deines Gehirns. 

Du musst also dein Gehirn gut mit Engergie beim Lernen versorgen.

Daher gib diese deinem Körper und iss eine weile vor der Prüfung etwas leicht Bekömmliches, dass dir ausrecihernd Power gibt, wie diese empfehlenswerten Energieriegel*   und trinke genug Wasser.

Den Burger und die Cola kannst du dir anschließend als Belohnung gönnen.

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5. Fahr früh genug los!

Mach nicht meinen Fehler und komm abgehetzt in der Prüfung an. Plane genug Zeitpuffer ein.

Und wenn du den Weg nicht kennst, dann fahre ihn einmal vorher ab.

 

Was in der mündlichen Prüfung wichtig ist!

Nun ist es also so weit, du wirst in den Prüfungsraum gebeten. Jetzt zählt es. Fachlich bist du gut vorbereitet, aber auf was musst du sonst noch achten?

 

1. Begrüße deine Prüfer!

Das ist sehr wichtig, dass du freundlich, mit einem Lächeln und einem leichten Händedruck begrüßt.

Schau ihnen dabei auch in die Augen, um dein sympathisches Auftreten zu unterstreichen.

 

2. Halte auch in der mündlichen Prüfung Augenkontakt!

Schau die Prüfer an, wenn du mit ihnen redest. Viele Prüfer geben dir schon durch ihren Blick zu verstehen, ob du auf dem richtigen Weg bist oder nicht.

 

3. Verstecke deine Nervosität nicht!

Es ist normal in wichtigen Prüfungen nervös zu sein. Auch die Prüfer wissen das und haben Verständnis dafür.

Du bist mit Sicherheit nicht der einzige Prüfling, der nervös ist.

 

4. Nutze Papier und Stift!

Wenn es dir hilft, dann benutze ruhig auch Papier und Stift. Manchmal kannst du so etwas besser illustrieren, als in Worten.

 

5. Sammle Selbstsicherheit!

Mündliche Prüfungen beginnen normalerweise mit recht einfachen Fragen.

Oft sollst du eine Einführung in das Prüfungsthema geben. Nutze diese Chance Selbstsicherheit zu tanken und dir selbst zu zeigen, was du alles kannst.

So etwas kannst du auch gut zu Hause vorbereiten, da es meistens berechenbar ist.

 

6. Frage nach!

Wenn du etwas nicht verstanden hast, dann frage noch mal nach. Wenn dir etwa die Frage des Prüfers unklar ist, dann zögere nicht und bitte ihn, die Frage anders zu stellen.

 

7. Ganze Sätze!

Wenn du redest, dann immer in ganzen Sätzen auf Hochdeutsch.

Nur so kannst du zeigen, was du kannst. Antwortest du dagegen immer nur mit kurzen knappen Sätzen, kannst du unangenehme Fragen provozieren.

 

8. Umschiffe unangenehme Themen!

Wenn du merkst, dass Themen besprochen werden, die dir nicht so liegen, dann versuche, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.

Prüfer mögen es zum Beispiel, wenn du selbst interessante Gesprächsimpulse setzt, die zur Diskussion anregen. Aber bitte nur bei Themen, die du beherrschst.

 

9. Gib zu, wenn du etwas nicht kannst!

Wenn es in der Prüfung zu einem Thema kommt, dass du überhaupt nicht kannst oder auf dem Schlauch stehst, dann gib es zu. Nur dann hast du die Chance, das dir der Prüfer einen Tipp gibt, um auf den richtigen Weg zu kommen oder das Thema gewechselt wird.

 

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10. Keine Rechtfertigungen!

In einer Prüfung hast du keine Zeit dich für etwas zu rechtfertigen. Weder vor dir selbst noch vor den Prüfern.

 

11. Schreite nicht!

Du kannst gerne eine Diskussion mit dem Prüfer führen, aber treib es nicht auf die Spitze.

Überschreite dabei keine Grenzen, denn so kannst du dir die ganze Prüfung kaputtmachen.

 

12. Denke laut!

Wenn du über etwas nachdenkst, dann mach es ruhig laut. Du vermeidest so eine unangenehme Stille.

Außerdem lässt du die Prüfer an deinen Gedanken teilhaben.

Dadurch sehen sie, was du kannst und du bietest ihnen Möglichkeiten an, gezielt weitere Fragen zu stellen. Und zwar auf dem aufbauend, was du ihnen gezeigt hast.

 

13. Belege deine Aussagen!

Am besten ist es, wenn du mit Hypothesen und Schlussfolgerungen argumentierst und nicht mit kühnen Behauptungen.

 

14. Dafür bekommst du gute Noten!

In guten Prüfungen schaffst du einen Transfer von der Theorie in die Praxis.

Und du zeigst detaillierte Kenntnisse von Theorien, vergleichst diese und stellst ihre Vor- und Nachteile gegenüber.

Gegeben falls ziehst du daraufhin noch begründet ein Fazit.

 

Methodentipp zur mündlichen Prüfung!

Eine Methode dich auf eine mündliche Prüfung vorzubereiten ist die „Wenn-Dann-Methode“. Diese hat nichts mit einer fachlichen Vorbereitung zu tun, sondern hilft dir, die gerade aufgeführten Punkte umzusetzen.

Du kannst dir zum Beispiel vor der Prüfung schon Pläne überlegen, was passiert, wenn das falsche Thema von den Prüfern angesprochen wird.

Ein Beispiel: „Wenn die Prüfer Alexander den Großen ansprechen, dann spreche ich besonders von seinen Bemühungen, die unterworfenen Volker zu vereinen.“

Das mache ich, weil ich mich damit auskenne und damit andere Themen aus lasse, von denen ich keine Ahnung haben, wie seine Machtergreifung.

Auf diese Weise bestimmst du das Gespräch, indem du dir vor der Prüfung Situationen überlegst, die dir nicht behagen und dir gleichzeitig Wege aus dieser Situation suchst.

Genauso kannst du dir aber auch überlegen, wie du dein absolutes Spezialwissen am geschicktesten einsetzen kannst.

 

Fazit – Mündliche Prüfung Tipps

Wie du gesehen hast, gibt es einige Punkte in einer mündlichen Prüfung zu beachten. Meiner Ansicht nach sind die wichtigsten Punkte aber, dass du authentisch bist, die Wenn-Dann-Methode anwendest und besonders die Prüfung selbst bestimmst.

In einer mündlichen Prüfung hast du nämlich die Chance die Prüfung selbst zu bestimmen, indem du die Richtung vorgibst!

Hab immer vor Augen, dass es deine mündliche Prüfung ist!

Wenn du noch mehr über mündliche Prüfungen lernen möchtest, dann lege ich dir Die mündliche Prüfung meistern (Stark fürs Studium, Band 4313)*  (Werbelink) ans Herz, ebenso wie die 8 Schritte zur optimalen Prüfungsvorbereitung.

 

Literaturhinweise

Hardeland, Hanna: Lerncoaching und Lernberatung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

Rost, Friedrich: Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. Wiesbaden: Springer VS.

Windulle, Wolfgang: Handlungsorientiert Lernen im Studium. Wiesbaden: Vertag für Sozialwissenschaften.

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Bildquellen

  • Mündliche Prüfung Tipps: Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay