Vor einigen Wochen ist meine älteste Tochter, inzwischen sechs, vom Kindergarten nach Hause gekommen und hat von nichts anderem mehr erzählt als von Vögeln. Sie besucht einen Waldkindergarten und daher sind die Kinder ständig draußen in der Natur. Die Erzieher hatten an diesem Tag mit den Kindern zusammen Vögel beobachtet, sich ihren Gesang angehört und sie bestimmt.

Sie war voller Elan für Vögel, schnappte sich ihre Geschwister und setzte sich zur Vogelbeobachtung mit ihnen ans Fenster. Dort erklärte sie den beiden, welche Vögel im Baum nebenan zu sehen sind, wie sie singen und was sie fressen. Sie hatte die beiden damit so sehr in den Bann gezogen, dass alle bestimmt eine Stunde damit beschäftigt waren.

Diese Situation hat mit etwas wieder ganz deutlich vor Augen geführt. Das Wichtigste beim Lernen ist die eigene Begeisterung für das Thema. Ich habe mich aber auch gefragt, warum es vielen, wie auch mir, oft schwerfällt, sich wirklich für etwas zu begeistern, wie meine Tochter. Ich meine sich so für etwas zu begeistern, dass man es am Glänzen in den Augen sehen kann.

 

Motivation finden – Warum ist Begeisterung so wichtig für das Lernen?

Begeisterung ist die Triebfeder für unser Lernen. Wenn du dich nicht für etwas interessierst, dann wird es sehr schwierig, etwas Neues zu lernen. Natürlich lernst du auch Neues, wenn du etwas eher uninteressant findest. Jeder kennt das selbst aus der Schule oder anderen Situationen. Einige Dinge interessieren einen mehr, andere weniger. Die Dinge, die du weniger interessant findest, lernst du aber auch nicht so gerne. Dafür lernst du aber gerne die Dinge, für die du dich begeisterst.

Du musst es auch nicht Begeisterung nennen. Du kannst es auch Interesse, deine innere Einstellung oder auch fachlich gesprochen intrinsische Motivation nennen. Also eine Motivation oder einen Antrieb aus dir selbst. Das Gegenteil hiervon ist die extrinsische Motivation, die von außen erzeugt wird, wie etwa eine Belohnung in Form von Geld (mehr zu den beiden Formen der Motivation findest du hier)


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Wie Kinder mithilfe ihrer Begeisterung lernen.

Kinder lernen nach einem ganz einfachen Schema, sie lernen einfach alles, was sie interessiert. Besonders, wenn sie noch klein sind, ist dies fast alles. Ein Kind kann sich wunderbar sehr lange mit, für Erwachsene, sehr banalen Dingen beschäftigen.

Kinder sind dann hoch motiviert und wollen etwas Neues lernen, selbst wenn sie dabei Fehler machen.

Kinder sehen nämlich Misserfolge nicht als etwas Schlechtes, es sei denn andere (meist Erwachsene) machen Misserfolge zu Fehlern. Ansonsten lernen Kinder automatisch aus ihren Fehlern und verbessern sich. Kleine Kinder lassen wir auch oft Fehler machen, weil wir wissen, dass sie diese zum Lernen brauchen. Warum aber dürfen Erwachsene dies nicht mehr tun? Lernen wir anders? Nein.

Auch Erwachsene lernen theoretisch aus ihren Fehlern. Nur ist uns Erwachsenen irgendwann beigebracht worden, dass wir möglichst keine Fehler machen dürfen. Also entwickeln wir eine innere Einstellung, mit der wir alles versuchen, um Fehler zu vermeiden (mehr Informationen zu der Frage, wie du zu dieser  inneren Einstellung gekommen bist, findest du hier).

Meine Tochter hat bei der Vogelbeobachtung mit ihren Geschwistern wahrscheinlich auch sehr viele Fehler gemacht, zumindest aus Sicht eines Erwachsenen. Bestimmt hat sie nicht jeden Vogel richtig benannt und mal daneben gelegen oder falsch erklärt, was welcher Vogel isst.

Aber das ist für ein Kind nicht wichtig. Sie trauen sich auch etwas falsch zu machen, besonders, wenn sie von etwas begeistert sind.

 

Und das habe ich nun von meiner Tochter gelernt!

Und hier liegt für mich der entscheidende Punkt, warum ich von meiner Tochter an diesem Tag so viel über Motivation gelernt habe. Ich darf meine Begeisterung, meine Motivation für etwas, das ich lernen oder erreichen will, nicht von der Angst vor Fehlern einschränken lassen.

Viel zu oft scheitern wir Erwachsene nicht daran, dass etwas nicht möglich ist. Wir scheitern daran, dass wir uns durch unser Wissen und unsere Erfahrungen selbst einschränken. Weil wir aus Angst Fehler zu machen schnell aufgeben oder erst gar nicht starten (mehr dazu hier).

Diese Erfahrungen liegen zumeinst so tief in uns, sodass wir uns meistens überhaupt nicht mehr intensiv für etwas begeistern können, wie Kinder es all täglich tun. Wir haben nämlich schon die Befürchtung in uns, dass wir Scheitern könnten, und lassen es dann lieber gleich.

Dabei ist genau das sehr schade, denn wir stehen uns damit immer selbst im Weg. Eine konkrete Methode, wie du das ändern kannst, findest du in diesem Artikel.

Ich persönlich möchte mir nicht mehr so sehr selbst im Weg stehen, daher nehme ich mir jetzt ein Beispiel an meiner Tochter, und du?

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