Rechtschreibung üben 3. Klasse

Written By Christoph

In der 3. Klasse wird von den Kindern in Deutsch einiges abverlangt. Es müssen viele Regeln der Rechtschreibung angewandt werden.

Entsprechend ist es bei uns an der Zeit, dass ich mit einem meiner Kinder die Rechtschreibung in der dritten Kasse üben muss, da zu viele Fehler gemacht werden.

Daher werde ich in diesem Artikel darstellen, wie ich dabei vorgegangen bin und warum.

Entsprechend meines Vorgehens kannst du auch die Rechtschreibung deines Kindes analysieren und damit beginnen ihm zu helfen.


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Dabei kannst du die vorgestellte Methode zum Üben der Rechtschreibung nicht nur in der 3. Klasse, sondern auch in der 4., 5., oder 6. Klasse nutzen.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Trainieren der Rechtschreibung in der Grundschule:

  1. Rechtschreibung üben – Vorüberlegungen
  2. Groß- Kleinschreibung üben
  3. Unterscheidung i und ie
  4. Dehnungs-h Grundschule

Was beim Rechtschreibung üben nicht funktioniert hat

Zunächst geht es aber um die Dinge, die nicht funktioniert haben.

Da auch der Lehrerin aufgefallen ist, dass die Rechtschreibung unseres Kindes nicht gut ist, gab sie uns eine Empfehlung.

Wir sollten jeden Tag drei Sätze diktieren.

Für mich hat sich das gut angehört, da drei Sätze nicht viel sind und üben wichtig ist. Der Umfang bleibt bei drei Sätzen berechenbar und die nötige Zeit ist für Kind und Eltern überschaubar. Eigentlich eine gute Sache.

Aber es hat nicht funktioniert. Denn unser Kind war vom Diktieren der drei Sätze völlig frustriert und hat bei jedem Satz, der länger als drei Worte war, angefangen zu motzen und zu schimpfen.

An Lernen war nicht zu denken und alle Beteiligten waren entmutigt.

Folglich haben wir das Diktieren der drei Sätze eingestellt und ich habe darüber nachgedacht, warum das Vorgehen nicht funktioniert hat.

Dabei war die Lösung relativ einfach, denn mein Kind war völlig demotiviert und frustriert. Denn zunächst mussten die Rechtschreibregeln wiederholt werden.

Diktate sind nämlich sinnlos, wenn die Regeln der Rechtschreibung nicht ausreichend beherrscht werden. Erst wenn die Regeln verstanden sind, machen Diktate zum Üben und Festigen der Regeln einen Sinn.

Daher ist es nötig, anstatt zu diktieren, zunächst die Regeln zu wiederholen.

Rechtschreibung üben 3. Klasse, so sind wir vorgegangen

Schritt eins, Fehleranalyse

Der erste Schritt ist, herauszufinden, welche Regeln nicht beherrscht werden, um diese im Weiteren nach und nach einzuüben.

Dafür wollte ich alle von Lehrern korrigierten Texte haben, um die Fehler analysieren zu können und in einer Tabelle folgender Art darzustellen.

Art der FehlerFehleranzahl
Konsonantenverdoppelung
Groß- und Kleinschreibung
tz oder z Fehler
v oder f Fehler
Beispieltabelle zur Fehleranalyse

Der Vorteil einer solchen Tabelle liegt auf der Hand. Du findest schnell heraus, welche Fehler dein Kind macht und kannst dein Kind gezielt fördern.

Und auch auf die Kinder könne solche Analysen sehr motivierend wirken. Denn sie sehen selbst die Notwendigkeit, an bestimmten Rechtschreibregeln zu arbeiten und damit den Sinn des Lernens.

Nach einiger Übung und hoffentlich guter Fortschritte kann die Analyse erneut durchgeführt werden. Dabei erkennen die Kinder im vorher nachher Vergleich ihre Fortschritte und können dann zurecht Stolz auf sich sein.

Noch besser kann die Darstellung der Fehler und der Verbesserungen für mache Kinder in Form eines Diagramms sein.

Mein Kind brachte leider keinen einzigen Text aus der Schule mit 🙁

Entsprechend erfolgte bei uns die Analyse der Fehler, auf meinen Vermutungen. Das ist nicht das perfekte Vorgehen, lies sich aber leider nicht vermeiden.

Schritt zwei, einen Lernplan erstellen

Sobald du weißt, welche Regeln dein Kind am dringendsten wiederholen muss, ist es an der Zeit einen Lernplan zu erstellen.

Dabei musst du den gesamten Lernzeitraum festlegen. Ich habe mich für 4 Wochen entschieden.

Die Lernzeit pro Tag ist wichtig und sollte nicht lange gewählt werden, 10 bis 15 Minuten sind genug. Mehr wird schnell demotivierend für Kinder, dass das Lernen zur normalen Schule erfolgen muss und damit eine extra Belastung darstellt.

Anhand der Ergebnisse aus Schritt eins sind die Themen klar. Am besten lernt dein Kind zunächst die Themen, bei denen die meisten Rechtschreibfehler gemacht werden.

Aufgrund der Zeit von 4 Wochen habe ich mich entschlossen pro Woche ein Thema zu bearbeiten. Wobei ich im Auge behalte, wie gut das Lernen klappt und lieber mehr Zeit für einen Aspekt der Rechtschreibung aufwende, wenn dies nötig erscheint, als alle Themen durchzudrücken.


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Der wichtigste Punkt des Lernplans ist aber, dass du dein Kind mit einbeziehst.

Denn dein Kind lernt und nicht du. Du kannst dir die schönsten Überlegungen machen, wenn du dies aber alles ohne dein Kind machst, wird das Lernen wahrscheinlich nicht gelingen.

Schritt drei, der Lernvertrag

Daher besprich alle Punkte mit deinem Kind.

Einigt euch auf den Umfang des Lernens pro Tag, die Lerntage und bis wann am Tag gelernt wird.

Wir haben uns auf 4 Wochen lernen bei 10 bis 15 Minuten am Tag geeinigt. Dabei wird von Montag bis Freitag gelernt und das Wochenende ist frei. Außerdem wird vor dem Abendessen gelernt.

All die Absprachen haben wir in einem Lernvertrag festgehalten, indem wir auch das Lernziel meines Kindes festgelegt haben.

Bei uns lautete es folgendermaßen: „Ich, Name meines Kindes, möchte weniger Fehler in Deutsch machen.“

Einen Beispiel Lernvertrag kannst du hier herunterladen:

Für zusätzliche Motivation haben wir uns auf eine kleine Belohnung für das zusätzliche Lernen geeinigt.

Dabei muss aber klar sein, dass es die Belohnung nur für das zusätzliche Lernen gibt und Hausaufgaben und Klausurvorbereitung usw. die normalen Pflichten deines Kindes sind, für die es keine Belohnungen gibt. Das muss ganz klar sein!

Belohnungen können etwa besondere Ausflüge, ein kleines Spielzeug oder ein Eisbecher sein, die es am Ende des Lernens gibt.

Oder tägliche Kleinigkeiten, wie 15 Minuten extra Fernsehzeit am Abend.

Für viele Kinder sind kleine tägliche Belohnungen motivierender, da sie direkt mit dem erfolgreichen Lernen am Tag in Verbindung gebracht werden können, als eine Belohnung nach vier langen Wochen.

Aber das musst du mit deinem Kind individuell klären.

Was ist besonders wichtig beim Rechtschreibung Üben?

Sprich mit deinem Kind

Wichtig ist, dass du alles mit deinem Kind absprichst. Und bevor du mit deinem Kind sprichst, dir bereits einen Plan für das Lernen überlegt hast, den du vorstellen kannst. Akzeptiere die Vorstellungen und Wünsche deines Kindes, denn es muss lernen.

Wenn dein Kind nicht 6 Wochen lernen mochte, sondern weniger, dann startet mit weniger.

Lobe dein Kind

Lob dein Kind und lobe es noch mehr. Das ist ein ganz entscheidender Punkt, denn dein Lob, auf für die kleinsten Fortschritte, wirkt Wunder.

Darum halte dich mit deinem Lob nicht zurück und überschütte dein Kind damit, um eine erfolgreiche Lernphase zu haben.

So streng solltest du sein

Sei nicht zu streng mit deinem Kind beim Beachten des Lernvertrags. Grundsätzlich soll dieser natürlich eingehalten werden. Wenn aber der Geburtstag der besten Freundin mit ganztägigem Schwimmbadausflug mit dem Lernvertrag kollidiert, dann sprich mit deinem Kind und lass dein Kind an einem anderen Tag lernen.

Du selbst musst mit dir aber sehr streng sein. Du musst immer vorbereitet sein und dich genau an den Vertrag halten. Verlängere auf keinen Fall die Lernzeit oder hab keine Materialien bereit.

Dein Kind wird nur mitmachen, wenn du dich auch an die Abmachungen hältst.

Belohnungen

Und denke immer daran, dass es für die normalen Schulaufgaben keine Belohnungen gibt, da diese der Job deines Kindes ist. Eine zusätzliche Belohnung kannst du in Betracht ziehen, wenn zusätzliche Lernzeiten durchgeführt werden sollen.

Ausblick auf die nächste Woche

Im nächsten Artikel stelle ich dir dann unsere erste Lernwoche vor, bei der wir das Thema Groß- und Kleinschreibung behandelt haben und führe aus, auf was du bei der Auswahl der Lernmaterialien achten solltest.

Die Lernmaterialien bekommst du dann natürlich auch.

Und hier sind nochmal die Materialien dieses Beitrags zum Download.


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