Um schnell lernen zu können, musst du keinen IQ von 150 haben. Du brauchst nur die richtige Lernstrategie.

Die im Übrigen immer gültig ist, da jegliches Lernen darauf beruht. Und zwar in jedem Fach.

Wenn es dir schwerfällt etwas Neues zu lernen, weil du es nur schwer verstehst oder dir die neuen Dinge nicht merken kannst, dann lies unbedingt weiter.

Ich werde dir in diesem Beitrag eine Lernstrategie vorstellen, die du einfach benutzen kannst. Denn sie entspricht deinem natürlichen Lernen.

Ich erkläre dir, warum sie funktioniert. Außerdem stelle ich dir Methoden vor, die du benutzen kannst und wahrscheinlich sogar schon kennst.

In diesem Beitrag lernst du:

  • Das du mit deinem Vorwissen am schnellsten lernst.
  • Jedes neue Wissen immer auf bekanntem aufbaut.
  • Methoden, mit denen du herausfindest, was du schon weißt.
  • Wie du bei einfachen und komplexen Themen vorgehen musst.

 

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Schnell lernen mit deinem eigenen Wissen

Ich bin mir zu 99,9 % sicher, dass du in deinem Leben schon sehr viele Lernstrategien und Lernmethoden kennengelernt hast.

Aber leider hat dir nie jemand verraten, warum du die eine oder die andere Lernstrategie benutzen solltest.

Dabei funktioniert Lernen ganz einfach. Seid du ein Baby bist, lernst du immer auf die gleiche Art und Weise. Wenn dir etwas Neues begegnet, dann verbindest du es mit dem, was du schon weißt.

Du baust neues Wissen daher auf dem alten Wissen auf, deinem Vorwissen.

Das mit dem Bauen kannst du dir dabei wirklich bildlich vorstellen. So als wenn du ein Haus aus Legosteinen baust, Stein auf Stein.

Genauso konstruierst du Information auf Information und dein Wissen wächst immer weiter.

Im Gegensatz zum Legohaus, hörst du aber nie auf zu bauen, sondern baust dein ganzes Leben immer weiter. Wissenschaftlich nennt sich dieses Lernmodell dann Konstruktivismus.

 

Ein Beispiel, wie du dein Wissen aufbaust

Ich möchte dir an einem einfachen Beispiel deutlich machen, wie Lernen funktioniert.

Nehmen wir an, du beginnst eine neue Sprache zu lernen, z. B. Englisch.

Dann muss dir niemand mehr erklären, was ein Hund ist, wenn du die Vokabel dazu lernst. Denn den Hund mit all seinen Eigenschaften kennst du schon.

Hier eine Grafik als Beispiel, wie du dir vorstellen kannst, was du auszugsweise über Hunde weißt.

Dein Wissen über Hunde wird beim Lernen einer Vokabel nicht mehr neu aufgebaut.

Es wird lediglich die neue Vokabel „dog“ hinzugefügt, und dein Wissen entsprechend erweitert.

Wenn du dir diesen Umstand zunutze machst, dass du neu Gelerntes immer bewusst mit dem verbindest, was du schon weißt, dann bist du in der Lage schnell und effektiv lernen zu können.

Und zwar auch bei schwierigen und abstrakten Themen.

Würdest du jedes Mal alles von Grund auf neu lernen müssen, dann sehe das Lernen der Vokabel „dog“ so aus.

Die Vokabel hätte keine Verbindung zu irgendeinem Wissen und du ein großes Fragezeichen.

Tatsächlich lernen viele Menschen aber leider wirklich so.

Sie schaffen keine Verbindungen zu dem, was sie schon kennen. Dann wird Lernen aber schwierig.

Das neue Wissen wird dabei zwar irgendwie abgespeichert, kann aber nicht genutzt werden. Da du nicht weißt, wofür es gut ist und warum du es gelernt hast.

Wenn du lernst, musst du daher immer Verbindungen zu dem schaffen, was du schon kennst.

Die wichtigsten Gründe dafür erkläre ich dir jetzt.

Schnell lernen mit Vorwissen

Wenn du dir in Erinnerung rufst, was du schon weißt, kannst du nicht nur Vokabeln besser lernen. Sondern du kannst diese Lernstrategie immer anwenden.

Denn du hast zu jedem Thema schon irgend ein Wissen. Und umso mehr Vorwissen du hast, umso leichter fällt es dir, etwas Neues zu lernen.

Und das hat einige wichtige Gründe.

  • Rufst du dir dein Wissen über ein neues Thema vor dem Lernen in Erinnerung, dann kannst du das mit dem Aufwärmen beim Sport vergleichen. Du wärmst dein Gehirn also erst auf, bevor du beginnst, dir Neues zu erschießen.
  • Indem du diese Lernstrategie für dich nutzt, machst du es deinem Gehirn viel einfacher zu lernen. Neues mit Altem zu verbinden ist beim Lernen sehr viel energiesparender als alles neu machen zu wollen.
  • Außerdem stellst du so sicher, dass du kein totes Wissen produzierst. Solches Wissen bekommst du, wenn du völlig ohne einen Bezug lernst. Also du eine Information lernst, die für dich und dein Gehirn keinen Nutzen hat. Diese Info ist dann zusammenhangslos in deinem Kopf und du wirst sie schnell vergessen.

Daher ist es die beste Lernstrategie, um schnell zu lernen, wenn du immer mit Hilfe dessen lernst, was du schon weißt.

Dein Lernen wird damit exorbitant viel besser werden.

 

Mit diesen Methoden findest du heraus, was du schon weißt.

Aber wie machst du das nun? Wie schaffst du es, dir in Erinnerung zu rufen, was du schon alles weißt? Und wie kannst du dieses Wissen dann für dich nutzen?

Ganz einfach, denn sehr viele Methoden können dir helfen herauszufinden, was du schon weißt.

  • So gibt es etwa die Möglichkeit sich schichte einige Fragen zu stellen und sich diese im Geist selbst zu beantworten. Frage dich zum Beispiel, was du schon zum entsprechenden Thema weißt, oder was dir wichtig erscheint. Überlege dabei auch, woher du dieses Wissen schon hast, eventuell findest du auf diese Art auch noch mehr Anknüpfungspunkte und wertvolle Informationen.
  • Fixiere deine Überlegungen am besten auch schriftlich, dann kannst du Dinge ergänzen, die dir später einfallen. Oder du kannst noch einmal nachschlagen, was du schon alles aufgeschrieben hast. Du kannst Stichpunkte aufschreiben, Texte verfassen oder eine Mindmap oder Infografik erstellen.
  • Auch ein Brainstorming ist eine gute Methode, um herauszufinden, was du schon weißt.
  • Sammle aber nicht nur dein Fachwissen. Auch deine eigenen Erfahrungen, Assoziationen und damit auch Gefühle kannst du festhalten. Also alles, was du mit dem neuen Inhalt in Verbindung setzen kannst. Denn alles, was du mit einem neuen Thema in Verbindung bringst, macht es dir dann einfacher, es zu lernen. Um so mehr du über etwas weißt, umso leichter fällt es dir, noch mehr darüber zu lernen.

So nutzt du dein vorhandenes Wissen, um schnell und effektiv zu lernen.

 

Bei einfachen Themen

Jetzt ist es aber nicht in jeder Situation sinnvoll, eine ganze Mindmap zu erstellen.

Schauen wir uns das Vokabellernen als Beispiel noch einmal an. Denn in diesem Fall wirst du wahrscheinlich nie einen so großen Aufwand betreiben, denn das ist dann weder schnell noch effektiv.

Bei solch einfachen Dingen wirst du selbst sofort entsprechende Verknüpfungen schaffen, aber auch die solltest du bewusst nutzen.

Lerne Vokabeln nicht einfach nur in dem Sinn „Hund = dog“. Sondern lerne mit dem, was du weißt.

Vielleicht hast du selbst einen Hund, dann hat er einen Namen und bestimmte Eigenschaften. Diese Dinge musst du zum Lernen heranziehen.

Denn dann schaffst du die wichtigen Verbindungen, die es dir und deinem Gehirn viel einfacher machen die Vokabel zu lernen. Gerade weil du sie in dein vorhandenes Wissen einbaust.

 

Bei komplexen Themen

Bei solch einfachen Dingen brauchst du, um schnell und effektiv zu lernen, keinen größeren Aufwand zu betreiben, außer die Strategie anzuwenden. Anderes sieht dies aber bei komplexeren Inhalten aus.

Nehmen wir die französische Revolution als Beispiel. Und nehmen wir weiter an, dass du noch in der Schule bist und dieses Thema schon im französich Unterricht hattest. Jetzt begegnet es dir in Geschichte wieder.

Du kannst jetzt alles neu lernen und dir keine Gedanken darüber machen, was du zu diesem Thema schon weißt.

Oder du kannst clever sein und dir das in Erinnerung rufen, was du schon weißt.

Dazu empfiehlt sich eine der oben erwähnten Methoden, wie das Erstellen einer Mindmap.

Denn wenn du jetzt dein Gehirn aufwärmst, dir überlegst, was du schon weißt und es festhältst. Dann wird dir der Geschichtsunterricht deutlich einfachen fallen.

Du lernst dann sehr viel effizienter und schneller, weil du deine vorhandenen Ressourcen nutzt.

Und das ist das ganze Geheimnis beim Lernen, immer das mit zu benutzen, was du schon weißt. Bei einfachen, wie komplexen Themen.

Vor allem viele Lehrer und auch Dozenten an der Uni schätzen es sehr, wenn Schüler auch fächerübergreifend denken können. So könnte es sein, dass du in Geschichte schon die Zeit behandelt hast, über die du nun in Deutsch, Englisch, Französisch usw. ein Buch liest. Lerne effektiv und zeige, dass du über den Tellerrand blicken kannst, indem du dieses Wissen für dich nutzt.

 


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Fazit: Selbst Schuld, wenn du diese Strategie nicht nutzt.

Wenn du mit deinem bestehenden Wissen lernst, machst du es dir selbst sehr viel einfacher. Verschenke das nicht.

Das ist wirklich die beste Lernstrategie, mit der jeder lernt. Egal ob bewusst oder unbewusst. Egal welches Alter oder welches Fach. Jeder lernt auf diese Weise.

Nutzt du das nicht, dann bist du selbst Schuld, denn nun weißt du, worauf es ankommt!

Wenn du außerdem noch eine Lernstrategie kennenlernen möchtest, mit der du dich effektiv in 10 Schritten auf Prüfungen vorbereiten kannst, empfehle ich dir mein Review zu Bestnote.

Viel Erfolg beim Lernen

 

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