Eine Methode deiner Lernorganisation sollte die ABC-Analyse sein. Diese basiert auf dem Paretoprinzip und hilft dir herauszufinden, auf welche Aspekte deines Lernens du dich konzentrieren musst.

Dabei ist die ABC-Analyse besonders hilfreich bei der Vorbereitung von Prüfungen oder sonstigen Projekten und kann dich davor bewahren den falschen Schwerpunkt beim Lernen zu setzen.

 

Das lernst du in diesem Artikel:
  • Was die ABC-Analyse ist.
  • Wie dir die ABC-Analyse beim Lernen hilft.
  • Wie du sie durchführst.
  • Welche Vor- und Nachteile diese Methode bringt.

 

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Was ist die ABC-Analyse und wie hilft die dir beim Lernen?

Aber sie lässt sich auch mühelos als Methode der Lernplanung anwenden.
 
Und das Prinzip dabei ist äußerst simpel, denn du teilst bei dieser Analyse deine Lerninhalte in drei Klassen ein.
 
A = Wichtig
B = Weniger wichtig
C = Unwichtig
 
Die ABC-Analyse ist damit eine Methode, die dir hilft, das Wesentliche von dem Unwesentlichen zu unterscheiden. Du kannst damit auf einfache Weise deinen Fokus auf die Dinge lenken, die du wirklich erledigen musst und die unwichtigen außen vor lassen.

Wie du eine ABC-Analyse durchführst.

An einem Beispiel führe ich dir einmal vor, wie du eine solche Analyse durchführst.
 
Nehmen wir an, du bereitest dich aktuell auf einen Auslandsaufenthalt in England vor und willst dafür dein Englisch verbessern.
 
Du lernst nun aber nicht wild drauf los, sondern du nutzt die ABC-Analyse. Mit ihrer Hilfe strukturierst du die Lerninhalte nach ihrer Priorität.
 
Denn die Gefahr beim Lernen besteht immer darin, seine Zeit und Energie in die unwichtigen Inhalte zu investieren, weil die Schwerpunkte beim Lernen falsch gesetzt wurden.
 
Das bedeutet natürlich gleichzeitig auch, dass diese Analyse sehr individuelle Ergebnisse liefert, da sie jeder für sich selbst machen muss.
 
Daher werde ich das Beispiel zur Analyse mit zwei unterschiedlichen Leistungsständen durchführen.
 
 

Beispiel mit einem niedrigen Wissensstand.

 
Im ersten Beispiel hast du schon lange kein Englisch mehr gesprochen oder gar geschrieben und selbst einfache Vokabeln hast du oft nicht mehr im Kopf. Und von der Grammatik möchtest du erst überhaupt nicht sprechen.
 
Deine Analyse könnte also wie folgt aussehen:
 
A = Grundwortschatz und einfache Grammatik aufarbeiten, um grundlegende Kenntnisse wieder zu erlangen.
 
B = Darüber hinaus weiterführende Sprachkenntnisse erwerben.
 
C = Spezielle Fachbegriffe zum eigenen Hobby, etwa dem Angeln.
 
Es geht also in dieser Situation darum, überhaupt wieder Englisch zu erlernen. Da muss der Fokus liegen.
 
Unwichtig sind dagegen zunächst spezielle Fachbegriffe für das Hobby Angeln.
 
Denn was bringt es dir, wenn du mit speziellem Angel-Vokabular um dich werfen kannst, aber die Begriffe nicht einmal in einen Satz einbauen kannst.
 
 

Beispiel mit hohem Wissensstand

Bei einem hohen Wissensstand in Englisch sieht die Situation hingegen anders aus.
 
Jetzt sprichst du fließend Englisch und kannst dich eigentlich in jeder Situation mit jedem über alles unterhalten.
 
Die Analyse könnte jetzt so aussehen:
 
A: Spezielle Fachbegriffe zum eigenen Hobby, dem Angeln.
B: Noch weitergehende Sprachkenntnisse, etwa den Dialekt deiner neuen Heimat.
C: Lernen von Grundwortschatz und Grammatik.
 
Wenn du schon sehr gut Englisch sprichst, dann mach es keinen Sinn, wenn du wieder den Grundwortschatz büffelst.
 
Dagegen macht es jetzt aber durchaus Sinn, wenn du die Fachbegriffe deines Hobbys lernst. Denn auch darüber kannst du dich dann unterhalten und leichter Gleichgesinnte finden.
 
Für dich geht es in dieser Situation nämlich nicht mehr darum, irgendwie in England zurechtzukommen, sondern deine Sprachkompetenzen zu perfektionieren.

Wie du die ABC-Analyse durchführst.

 
Du setzt dich bei der Analyse intensiv mit deinem Vorwissen und deinen Kompetenzen auseinander, über die du bereits verfügst.
 
Dabei kannst du durch die Einteilung in wichtig, weniger wichtig und unwichtig entscheiden, auf welche Inhalte du dich beim Lernen konzentrierst.
 
Natürlich kannst und solltest du die Analyse immer detaillierter werden lassen, wenn die Ergebnisse im ersten Schritt zu oberflächlich waren.
 
Du kennst schon die meisten Angelfachbegriffe zum Süßwasserfischen auf Englisch?
 
Super, denn dann musst du deine Analyse zum Angelvokabular verfeinern.
 
A: Spezielles Fachvokabula zum Hochseefischen.
B: Noch weitergehende Sprachkenntnisse, etwa den Dialekt deiner neuen Heimat.
C: Fachbegriffe zum Süßwasserfischen.

Die Vor- und Nachteile der Methode

 
Die Vorteile:
  • Du kannst die Analyse schnell und ohne Vorbereitung durchführen.
  • Sie ist in verschiedenen Situationen anwendbar, wie etwa Prüfungsvorbereitungen.
  • Selbst in Gruppenarbeiten lässt sich die Analyse anwenden, etwa bei der Vorbereitung einer Präsentation, indem du sie nutzt, was wirklich wichtig für die Präsentation ist und was nicht.

 

Die Nachteile:
  • Du musst wirklich ehrlich zu dir sein, sonst belügst du dich bei der Einteilung womöglich selbst.
  • Unter Umständen musst du die Einteilung mehrmals verfeinern, bis du das passende Ergebnis hast.
  • Wenn du über ein Thema noch überhaupt nichts weißt, fällt die Einteilung schwer. Denn dir fehlt das Vorwissen, um sinnvoll entscheiden zu können, was wichtig ist und was nicht.

 


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Fazit

Die ABC-ANALYSE ist eine Methode, um schnell zu entscheiden, welche Inhalte wichtig sind und welche nicht.
 
Sie hilft dir dabei, dich nicht zu verzetteln und die falschen Dinge zu lernen.
 
Wichtig ist dabei aber besonders, dass du stets ehrlich zu dir bist und dich nicht selbst bei der Entscheidung anschwindelst, was wichtig ist und was nicht.
Wenn du das aber beherzigst, ist die Methode sehr effektiv und einfach anzuwenden.
 
 
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