Wenn du auf der Suche nach einem effektiven Weg bist, dein Zeitmanagement oder deine Prüfungsvorbereitung zu verbessern, dann solltest du dir das Pareto-Prinzip zunutze machen.

Als ich vor einiger Zeit einen Artikel über das Buch „Eat that frog“ geschrieben hatte, bin ich wieder über das Pareto-Prinzip gestolpert. Dabei wurde mir bewusst, dass du es auch wunderbar für dein Lernen nutzen kannst.

 

Was ist das Pareto-Prinzip?

Das Pareto-Prinzip ist eine einfache Regel, nach der du mit 20 % Aufwand 80 % der Ergebnisse erziehst. Auf der anderen Seite brauchst du für die restlichen 20 % der Ergebnisse aber ganze 80 % des Aufwands.Das Pareto-PrinzipDas Pareto-Prinzip

Den Großteil deiner Leistungen kannst du also mit verhältnismäßig geringem Aufwand erreichen. Während du für den Rest aber ungeheuer viel Aufwand betreiben musst.

Dabei wird dir das Pareto-Prinzip auch unter den Begriffen Pareto-Effekt oder 80/20 Regel begegnen.

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Warum das Pareto-Prinzip auch beim Lernen gilt.

Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen, aber das Lernen von Grundlagen geht leicht von der Hand. Während dich gerade die Details sehr aufhalten.

Und genau hier findest du das Pareto-Prinzip wieder. Denn die Grundlagen machen oft gut 80 % der Ergebnisse aus.

Nimm zum Beispiel die regelmäßigen und unregelmäßigen Verben im Englischen. Wie du die Zeiten bei regelmäßigen Verben bildest, lernst du einmal richtig. Anschließend kannst du die Regel immer wieder auf alle regelmäßigen Verben anwenden. Fertig.

Das Ganze beruht auf einem verständlichen Prinzip und ist daher für dich gut zu begreifen.

Die unregelmäßigen Verben aber machen den großen Teil der Arbeit aus, denn diese folgen keiner Regel und müssen aufwendig einzeln gelernt werden.  

Du siehst hier das Pareto-Pprinzip wunderbar vorliegen, denn das Lernen der Regel braucht nur wenig Aufwand. Dafür kannst du aber fast allen Verben die Zeiten bilden, selbst wenn du nicht weißt, was sie bedeuten.

Die unregelmäßigen Verben sind dagegen nur sehr wenige. Aber du musst für die wenigen Verben einen hohen Lernaufwand betreiben. Denn du musst für jedes Verb spezielle Formen auswendig lernen.

Und die Verben der englischen Sprache sind nur ein Fall unter vielen. Bestimmt findest du mühe los viele weitere Beispiele.

 

Wie der Aufwand beim Lernen beeinflusst wird.

Dennoch gibt es Faktoren, die die Anstrengungen beeinflussen, die du betreiben musst, um etwa 80 % eines Themas zu lernen.

Denn Lernen ist absolut individuell und beruht letztlich auf dem, was du schon weißt. Umso fitter du bereits in einem Thema bist, desto leichter fällt es dir, Neues zu lernen und umgekehrt.

Erscheinen dir Inhalte sinn- oder nutzlos, dann wird es sehr viel schwieriger, sie zu behalten, als verständliche Prinzipien.

Lernen kann aber auch stark begünstigt werden, wenn dich eine Thematik brennend interessiert, weil du beispielsweise eine persönliche Verbindung dazu hast.

Aber egal, ob dich ein Thema langweilt oder du Feuer und Flamme bist, in beiden Fällen bleibt das Pareto-Prinzip gleich. Lediglich der Aufwand, den du betreiben musst, ist sehr unterschiedlich.

 

Wie du dir die 80/20 Regel für dein Lernen zunutze machst. 

Du hast gesehen, dass die 80/20 Regel auch für dein Lernen gültig ist, aber was sind die Konsequenzen für dich?

  • Zunächst einmal solltest du herausfinden, was du zu deinem Thema alles lernen musst.
  • Analysiere hierbei auch, was überflüssig ist und lass es am besten gleich weg.
  • Anschließend identifizierst du, für was du 80 % Aufwand brauchst und für was nur 20 %.
  • Konzentriere dich nun zunächst auf die 20 % Aufwand und damit auf 80 % Resultat. Erst im Anschluss sind die verbliebenen 20 % Ergebnis an der Reihe.

Nehmen wir hierzu ein Beispiel. Du hast eine Prüfung in Deutsch, egal, ob an der Uni oder der Schule. Es ist klar, dass zwei Autoren geprüft werden können.  

 

Vorbereitung ohne das Pareto-Prinzip

Du bereitest dich ohne das Pareto-Prinzip vor und lernst zuerst einen Autor intensiv. Sagen wir nahezu 100 %. Im Anschluss den anderen Autor. Wenn du genug Zeit hast, funktioniert es ohne weiteres.

Wenn dir aber etwas dazwischenkommt, du allerdings wenig Zeit hast oder auch keine Lust, dann stehst du vor einem Problem. Denn du konntest nur einen Autor umfassend einüben, den anderen aber gar nicht mehr oder nur oberflächlich.

Wird nun der Schriftsteller abgeprüft, den du auch vorbereitet hast, dann ist alles gut gelaufen. Du hattest Glück. Aber was, wenn der falsche Autor geprüft wird?

 

Vorbereitung mit dem Pareto-Prinzip

Deswegen solltest du dich nach dem Pareto-Prinzip vorbereiten und zunächst beide Autoren zu 80 % erlernen und dich dann um die jeweils verbliebenen 20 % kümmern.

Du bist dann mit geringem Aufwand auf beide Schriftsteller vorbereitet. Zwar noch nicht auf jeden perfekt, aber gut genug, um jede Prüfung zu bestehen.

Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders, wenn du nur wenig Zeit hast und damit das günstigste Aufwand- Nutzenverhältnis suchst.

 

Fazit

Beim Lernen kannst du das Pareto-Prinzip sowohl für deine Prüfungsvorbereitung als auch für  dein grundsätzliches Zeitmanagement sinnvoll nutzen.

Wie du gesehen hast, habe ich dieses Prinzip nicht aus der Luft gegriffen. Anhand der englischen Verben hast du erkannt, dass die 80/20 Regel auch beim Lernen ihre Gültigkeit hat.

Nutze diesen Grundsatz für dich. Wenn du ein Thema tatsächlich zu 80 % beherrscht, dann brauchst du dir in der Regel wenig Sorgen, um das Ergebnis deiner Prüfung zu machen.

Halte dich aber nicht stoisch an die Zahlen 80/20 sondern sieh sie als Orientierung.


 

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Bildquellen

  • Das Paretoprinzip beim Lernen 03: Bildrechte beim Autor
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